Tagebuch der Probefahrt zu Armin und Treffen mit den anderen Teilnehmern


Dienstag, 18. August 2009

Heute ist der große Tag, Frank und ich machen zum ersten mal eine längere Probefahrt mit unserem neuen Rallyeauto Um zehn wollten wir uns treffen, um elf wir wollten wir spätestens los. Blanke Theorie, selbstverständlich, und wer mich kennt kann es sich vorstellen, kamen wir nicht um elf los. Dann aber volle Pulle. Das Auto fuhr wirklich ganz gut, verbrauchte allerdings so um die 10 bis 11 Liter. Das kam davon, dass wir Höchstgeschwindigkeit gefahren sind. Gute 145 km/h rennt unser Auto. Ansonsten haben wir nichts aufregendes erlebt. Die B55 ist jetzt leer, früher haben da je einen Menge von Barby Puppen gestanden. Jedenfalls haben wir das so immer unser kleinen Tochter Juste erklärt. Angekommen in Österreich haben wir Dank Navi auch gleich den Wohnsitz von Armin gefunden. Schön hat er es, ein wenig wie in Frankreich. Großes Anwesen mit einem sehr schönen Innenhof, alles bepflanzt und begrünt. Die Sitzplätze waren alle belegt, Armin hat Heurigen. Zu später Stunde, die Gäste hatten sich alle verabschiedet, unternahmen Armin, Frank und ich eine eigenen, exklusive Weinverkostung. Mit dem Erfolg, dass Frank und ich angetrunken bis betrunken gegen halbeins ins Bett torkelten und heute morgen sich der Magen immer noch dreht. So haben wir zumindest die erste Nacht gut überstanden und scheinbar haben auch die Mücken einen weiten Bogen um uns gemacht. Es war ein sehr lustiger und geselliger Abend mit den beiden.

Mittwoch, 19.August 2009

Nach viel zu wenig Schlaf sind wir beide gegen halbaucht aufgestanden. Zwei alte Männer, die Nachts auf die Toilette tapern, schnarchen und sich gegenseitig wach halten. Ich habe mir erst Mal einen Kaffee gemacht und Frank hat sich zu mir gesellt. Noch eine kurze Ruhepause und dann geht es los zum Joggen. Joggen hier in den Bergen hat schon einen ganz andere Qualität, hoch und runter, mein Körper wollte sich nach kürzester Zeit einfach nur hinlegen. Erstes Frühstück um zehn, um zwölf wieder Hunger gehabt. Also sind Armin, Frank und ich ein Schnitzel essen gegangen. Armin hat uns die Gegend gezeigt, in eine Weinausstellung, also wie Wein hergestellt wird etc., alles von einem Künstler arrangiert gegangen und zum Abschluss Essen, Kaffee und Kuchen. Dann durch die ganzen Weinberge gefahren, das war eine Rallye für sich und wir haben nur gestaunt, wo so ein Bus überall lang kommt. Unmengen an Trauben verkostet und uns die Beregnung der berge angesehen. Zurück auf dem Hof, Armins Haus und Hof steht unter Denkmalschutz, Wandmalereien, Gewölbedecken etc. Wir haben den Tag ausklingen lassen. Durch den Heurigen auf Armins Hof waren viele nette Leute anwesend, einige habe ich schon vom Vormittag gekannt. Gegen Abend habe Frank und ich dann nochmal einen kleinen, also für österreichische Begriffe kleinen, Snack zu uns genommen. An ins Bett und gegen elf haben wir dann auch schon geschlafen.

Donnerstag, 20.August 2009

7:30, der Wecker klingelt, die Sonne lacht und ich springe (wer mich kennt weiß, das ist gelogen) aus dem Bett. Ok, also nachdem der Wecker mehrmals aufzeigte, es ist Zeit zum Aufstehen, habe ich mich aus dem Bett gequält, Kaffee gekocht, ohne geht es nicht und meine Sportsachen übergeworfen. Jetzt trinke ich noch eine Tassen Kaffee und warte auf Frank, wir werden gleich wieder joggen gehen. Motivation ist alles, zumal es jetzt schnell an Temperatur zunimmt. Dann erstes Frühstück und sehen, bzw. planen was dieser Tag bringt. Wir sind los, zur Donau. Auf einmal sehen wir einen Toyota BJ 42, ein Fahrzeug mit Expeditionsausstattung. Wir also hinterher und den Fahrer angezeigt, dass wir ein paar Fragen haben. Dieser hat dann angehalten, sein Gesicht fragend bis „äh, was wollen denn die”. Aber ein ganz Netter, hat uns alles gezeigt, alle Fragen beantwortet und auch das Dachgepäckträger Zelt geöffnet. Also für uns war das super interessant, für seine Frau (die wartete die gesamte Zeit geduldig im Hintergrund) wohl nicht so. Jedenfalls würde ich das so deuten. So, kurz die kleine Stadt (also so vielleicht 150 Häuser) angesehen, Kaffee getrunken und Kuchen gegessen (Frank hat 3 Stück Torte vernichtet) und weiter eine Badestelle suchen. Nach einigen Kilometern haben wir dann auch was gefunden. Das Ufer war steinig und auch sandig (so ein Schmuddelsand). Ich bin gleich auf die Idee gekommen, das kleine, in der Nähe des Ufers vorhandene Eiland zu besetzen. Gesagt getan, über eine kleine Furt (teilweise waren die Steine unter Wasser) kletterten wir Richtung Eiland. Klar, ich gleich ins Wasser gefallen, inklusive. Aller meiner Kleidungsgegenstände (außer der Hose). Auf allen Vieren sind wir darüber gelangt, hat bestimmt mehr als dämlich ausgesehen. Etwas geschwommen, ausgeruht (waren ja morgens in den Bergen eine Stunde joggen) und gegen fünf dann wieder auf dem Rückweg gemacht. Bin wieder mehrmals ins Wasser gefallen, hätte auch zurück schwimmen können, habe das Auto noch abgekärchert und bin zurück zu Armin. Habe zwischendurch noch ein Internetcafe gesucht, gibt es hier gar nicht. Bei Armin haben wir uns kurz umgezogen und sind wieder los. Wir waren was essen und hatten auch großen Hunger. Frank und ich haben Spinat-Brennessel Knödel bestellt und schon überlegt was wir als Nachspeise dann noch bestellen würden. Drei Knödel wurden gereicht, nach dem ersten blähte sich schon der Magen, der Zweite wurde immer größer im Magen und der Dritte ging zurück in die Küche. Dann noch einen Aabsacker und gegen halbeins ins Bett.

Freitag 21. August 2009

Heute wollte ich gar nicht aufstehen, aber der Wecker war unerbittlich. Joggen möchte ich eigentlich auch nicht, mir reicht der Muskel Kater den ich habe. Frank ist allerdings der Meinung „Quäl Dich“ und dem inneren Schweinehund möchte ich auch nicht nachgehen. Also werde ich gleich Frank vor mir her treiben - Spaß. Die Familie von Armin hat uns sehr freundlich und offen aufgenommen, sowie auch die Freunde der Familie. Hier ist es so anders wie in Berlin, hier ist die Welt noch in Ordnung. Ok, jetzt ruft der Berg.

Da wir heute den Berg von der anderen Seite in Angriff genommen haben, hatten wir das sehr steile Stück zuerst. Auch nicht besser, da oben angekommen, wir nach dem Sauerstoffzelt gesucht haben. Dennoch ist alles ok. Nachdem wir die Sachen gepackt haben, haben wir noch etwas mit Armins Eltern und Armin zusammen gesessen. Das war wirklich sehr schön, wir wurden vom ersten Tag an in die Familie aufgenommen und auch die Freunde, die die Hubers täglich besuchten, nahmen uns freundlich auf. Ich muss sagen, von Berlin her, auch die Ruhe und Gelassenheit wie dort Dinge verrichtet werden, kenne ich das gar nicht mehr. Armin haben wir so angejuckt, dass er im Februar mit auf große Fahrt kommen will. Er hat sogar am letzten Tag, an den Abreisetag von uns, seinen Puch G-Modell aus dem Schuppen geholt und einen kleinen Vorab-Check gemacht. Na, da bin ich gespannt. Wir also los und alles lief glatt. Das Auto läuft wie ein Bienchen und wird auch immer schneller. Das wird daran liegen, dass wir diesmal, von der Landschaft her, bergab gefahren sind. Auch im Benzinverbrauch schlägt es sich nieder, einen Liter weniger als auf der Hintour, wobei ich bis zu 160 km/h gefahren bin. In Tschechin noch eine kleine Rast und etwas gegessen. Frank wollte unbedingt zu seinen alten Weggefährten Stefan, Ihn abholen und dann mit zwei Fahrzeugen zum Treffen nach Leipzig fahren und somit sind wir da vorbei gefahren. Da Stefan ein Gästezimmer hat, haben wir dieses Angebot sehr gerne in Anspruch genommen und haben dort übernachtet. Bis dato haben wir noch nicht einmal im Fahrzeug übernachtet, das wird morgen (Campingplatz Leipzig) sicherlich anders.

Samstag, 22. August 2009

So, ein neuer Morgen. Kaffee habe ich mit meiner Maschine aus dem Auto gekocht, Gott sei Dank habe ich diese dabei. Das Wetter hat sich stark abgekühlt, hier in Dresden hat es geregnet. Frank liegt noch im Bett, ich werde den Sack jetzt gleich aufscheuchen und dann geht es zum Joggen. Mitgefangen mitgehangen. Da das Auto ja gut läuft, erwartungsgemäß so um die 10 Liter Diesel brauche bin ich jetzt neugierig, wie es sich darin schlafen lässt. Aber auch das Vorzelt werden wir ausprobieren, in der Hoffnung, dass sich das Wetter stabilisiert. Gegen zwei nachmittags sind wir dann auf dem Campingplatz angekommen, kurz danach kam auch Peter. Eine kleine Wagenburg gebaut und das Vorzelt ausgepackt. Montiert und für gut befunden. Nach und nach haben sich dann auch die restlichen Teilnehmer eingefunden. Viele Geschichten von der Afrika Reise wurden erzählt. Der Grill wurde angeworfen, das Bier wurde verteilt und gedrunken. Gegen Mitternacht haben wir uns dann bettfein gemacht und Frank und ich sind dann schlafen gegangen. Da wir allerdings nur die leichten Sommerdecken hatten, das Wetter sich stark abgekühlt hatte, war es echt kalt. Außerdem habe ich den ganzen Abend Kaffee getrunken, so konnte ich fast die gesamte Nacht vom Auto zum Klo latschen. Irgendwann fiel ich dann vor Erschöpfung in den Schlaf.

Sonntag, 23. August 2009

Um acht Uhr sind wir alle so nach und nach aufgestanden und haben zusammen gefrühstückt. Stefan mit seinen Wohnmobil konnte uns ein gutes Frühstück zubereiten. Er hat uns Brötchen aufgebacken, Rührei zubereitet und ich habe dann noch den Kaffee beigesteuert. Jetzt werden noch alte Geschichten ausgetauscht und dann packen wir ein. Gegen Zwölf sollten wir den Campingplatz verlassen haben. Hat so nicht geklappt, da wir noch eine Weile mit Hartwig gequatscht haben. Der Rückweg war ganz schön anstrengend für mich, kaum geschlafen und Reste der Flasche Eierlikör im Blut. Ich habe Frank gefragt, ob er fahren würde, was er dann auch sofort machte. So kamen wir sicher in Berlin an, luden das Fahrzeug aus und trennten uns. Ich muss mich jetzt erst mal erholen und freue mich schon auf die große Fahrt im Februar 2010.