Das Projekt Landy

Ich habe mich entschlossen einen Land Rover Defender zu erwerben, um richtig durch die Wüste fahren zu können. Ich habe mir viel angesehen, mit vielen Verkäufern geredet und eine alte Möhre (BJ: 1983) gefunden. Das Fahrzeug hält soviel Arbeit für mich bereit, dass ich keine Sorge vor Langeweile habe. Am Sonntag, dem 4. Oktober, werde ich das Auto kurz vor der Schweiz in Singen abholen. Alles weitere und die ersten Bilder dann später.

4 Oktober 2009

Heute waren mein Kumpel Andy und ich am Landy. Da wir den Wagen morgen abholen wollen, dachten wir uns, bevor wir auf den Campingplatz fahren, schauen wir uns das Fahrzeug mal an. Also - ich mit meinen Vorstellungen dort hin gefahren und da stand er dann, der Landy, den ich per Internet schon gekauft hatte. Alter Schwede, ich und meine Vorstellungen. Also - alles was ich mir in meiner Fantasie so ausgemalt habe, ist nicht eingetroffen. Ganz im Gegenteil, mein Kumpel fragte mich, wie viel bekommst du dafür, wenn du den Wagen mitnimmst? Also - kurz gesagt, ein 26 Jahre alter Wagen der sein erstes Leben beim Militär verbracht hatte und dann von diversen Besitzern verschönt wurde. Aber mit jahrelanger Arbeit und vielen tausend Euros wird man den Landy wohl wieder hin bekommen. Ich stehe unter Schock, kann es nicht glauben, was ich da wieder gemacht habe. Anderseits habe ich so ein Auto, was ich schon immer wollte. Warum? Das kann ich jetzt nun wirklich nicht mehr sagen, jedenfalls wer mit einen solchen Fahrzeug mehrere hundert Kilometer fährt, der hat vor nichts mehr Angst. Ob ich damit überhaupt aus Deutschland raus komme, kann ich auch nicht sagen. Vorne alles super klein, man sitzt im 90 ° Winkel, null Komfort, dafür 15 bis 20 Liter Verbrauch auf 100 km. Alles weitere kann ich erst sagen, wenn ich morgen mit dem Verkäufer gesprochen habe. Eine Probefahrt werde ich wohl sobald nicht machen, der Wagen kommt auf dem direkten Weg in meine Garage. So, ich werde mich jetzt in den Schlaf weinen, weinen, weinen.

5. Oktober 2009

Gestern hatten ja mein Freund und ich uns den Landy schon angesehen. Als wir dann auf dem Campingplatz waren, haben wir uns die Kante gegeben, Andy hatte einfach nur gute Laune und ich war schon verzweifelt. Die Quintezens des Gelages war, dass ich die ganze Nacht nicht schlafen konnte, da ich mir Sorgen um den Kauf des Landys machte. Von Verstand her sagte ich mir, der Aufwand das Fahrzeug zu optimieren lohnt nicht, aber ich hatte dem Verkäufer ja schon telefonisch zugesagt und wollte mein Wort halten. Also, wir sind unausgeschlafen zum Landy und trafen den Verkäufer. Ist ein echt netter Typ und los ging es. Er erzählte uns von den Eigenheiten des Autos, permanenter Wartungsaufwand, Bremsen die nie richtig funktionieren, Ölundichtigkeiten, die einfach nicht abzustellen sind u.s.w. Bevor ich in Tränen ausbrechen konnte, hat Andy eine Probefahrt iniziiert. Wir also rein ins Auto und los - was heist hier und los, Tempo 40 bis 60, gefühlte 90 bis 110 Stundenkilometer. Die Lenkung, die mit Gewalt überredet werden musste und nicht das geringste gesehen. Wie damit mehrere tausend Kilometer fahren? Die Sitze sind einfache Sperrholzplatten mit etwas Kunstleder, der Tank darunter und wir sitzen auf dem heißen Stuhl. Irgendwie steht der Kauf des Landys unter keinen guten Stern, mein Fotoapparat ging kaputt, ich wurde geblitzt, statt mit 30 doch mit etwa 60. Die ganze Nacht habe ich nicht geschlafen. Der Landy läuft auch irgendwie nicht, so wie ich dachte und das Zugfahrzeug mit Landy benötigt nur 15 Liter auf 100 Kilometer. Jedenfalls wurde das Auto aufgeladen und mitgenommen. Der Landy wird mir wohl mehr als eine schlaflose Nacht bescheren und ich glaube auch nicht, dass ich damit diverse tausend Kilometer runterreißen kann. Egal, jetzt wird er erst mal nach Velten gebracht und ich muss zur Ruhe kommen. Dann werden wir weiter sehen.

07. Oktober 2009

Heute habe ich das Auto in meine Garage nach Velten gebracht. Mein Freund Andy Ascher war mit dabei, auch ein Anhänger vom Landy Defender. Wir haben den Landy abgeladen. Gegenüber der Garage haben sie ein altes Haus abgerissen und jetzt ist da so eine Baugrube. Also wir, zwei Männer die nur Dä,mlichkeiten im Schädel haben, hatten sofort die Idee den Landy auszuprobieren. Also gleich in die Baugrube. Hey, das war ein Spass. Also Allrad-Schaltung funktioniert. Nachdem wir dann von Passanten belächelt wurden, haben wir auch aufgehört und den Wagen weggestellt.
Der Landy mit Andy


16.Oktober 2009

Heute war ich in Velten, wo mein Landy steht. Ich habe angefangen einen Carport zu bauen, damit der Landy trocken steht und ich anfangen kann, etwas am Fahrzeug zu machen. Vielleicht hätte ich mir einen anderen Tag aussuchen sollen, jedenfalls hat es die ganze Zeit geregnet. Ich habe dann, nachdem ich nass bis auf der Haut war, die Aktion abgebrochen.

17. Oktober 2009

Ich habe für meinen Landy das Gerüst des Carportes fertig gebaut. Jetzt fehlt nur noch ein Dach aus Holz und darüber dann noch eine Plane. Das Autochen startet auf der ersten Umdrehung, das sollte kein Problem sein. Ich suche noch die Servolenkung, allerdings glaube ich nicht, dass ich diese finden werde. Dass erklärt auch den Wendekreis von gefühlten 17 Metern.
Der Landy von vorne